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vom politischen zum sozialen Kampf: Paulo Freires Erziehungstheorie in den 1990er Jahren - von Ana Mami

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  Ana Mami: Paulo Freires Erziehungstheorie in den 1990er Jahren: vom politischen zum sozialen Kampf ZUSAMMENFASSUNG : In diesem Beitrag untersuche ich aus historischer Perspektive die Entwicklung der sozialen Thematik in Paulo Freires sieben in den 1990er Jahren veröffentlichten Werken im Vergleich zu seinem Meisterwerk „Pädagogik der Unterdrückten“ von 1970. In den 1960er und 1970er Jahren war die Bewusstseinsbildung ein wichtiges Instrument, um Menschen politische Rechte zu verschaffen und so für die Transformation der Gesellschaftsstruktur zu kämpfen. In den 1990er Jahren jedoch, mit dem Anfang der 1980er Jahre einsetzenden Re-Demokratisierungs-Prozess, hatten die Menschen bereits einige politische Rechte erlangt, und es wurde notwendig, ihnen den Umgang mit diesen Rechten beizubringen. Daher betont Paulo Freire in den 1990er Jahren die Notwendigkeit, eine demokratische und volksnahe Schule aufzubauen, die allen die Möglichkeit gibt, sich an ihrer Gestaltung zu beteiligen...

Paulo Freires Philosophie der Erziehung - Übersetzt aus: Severo Brillantes: Paulo Freire's Philosophy of Education

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  Übersetzt aus:  Severo Brillantes: Paulo Freire's Philosophy of Education   Paulo Freires Philosophie der Erziehung Haben wir uns in all den Jahren unseres Studiums jemals die Frage gestellt: Was ist Bildung? Oder welchen Zweck hat sie? Haben wir jemals hinterfragt, ob unsere Ausbildung wirklich unseren Bedürfnissen entspricht? Oder ob die Art und Weise, wie wir unterrichtet werden, optimal für uns ist? Zu Beginn jedes Semesters oder Schuljahres werden wir mit unzähligen Aufgaben konfrontiert: Bücher, die gelesen werden müssen; Recherchen und Berichte, die angefertigt werden sollen. Unser Hauptanliegen ist es, die Aufgaben zu erledigen. Wohin all unsere Anstrengungen fließen oder welches Ziel sie verfolgen, darüber haben wir kaum Zeit nachzudenken. Verständlicherweise stellen wir diese Fragen nicht, denn normalerweise stellt man keine Fragen – außer man hat nichts Besseres zu tun –, bis etwas schiefgeht. Nehmen wir unsere Handys: Haben wir sie jemals genauer unt...