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Augusto Boal in München: 1981 bis 1999 und die Ausstrahlungen - bis zur Queeren Kritischen Theorie und Praxis heute

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Bewusstseinsbildung würde heute Kritische Praxis heißen Der Europäische Arbeitskreis Bewusstseinsbildung mit dem Arbeitskreis Freire der AG SPAK wurde 1992 zur Paulo Freire Gesellschaft , die Zeitschrift für befreiende Pädagogik brachte die Ideen und Praxis der gemeinsamen Lern-Strategien für ein welt-bewusstes Leben, arbeitete zur Lern-Autonomie, im Gegensatz zum Stoff-Plan der Schulen.  Kritische Theorie hat im internationalen Austausch der Hochschulen die Bewusstseinsbildung aus der Pädagogik der Unterdrückten als befreiende Praxis gefeiert, die Arbeit mit der Pädagogik und dem Theater der Unterdrückten wurde von der UNESCO ausgezeichnet. Wie ich dazu kam: Die Gedanken von Paulo Freire kamen im Studium der Gemeindepädagogik noch auf hektografierten Blättern, bis dann das erste Büchlein der Pädagogik der Unterdrückten erschien, dann im Austausch entwicklungspolitischer Praxis und mit der Theologie der Befreiung mit Leonardo Boff und der Poesie Ernesto Cardenals. 1981...

Legislatives Theater zu Themen der Migration und Flucht - theaterpädagogische Fortbildung Juni ‘98 in Frankfurt

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  Legislatives Theater zu Themen der Migration und Flucht Die theaterpädagogische Fortbildung umfasste zwei Tage und eine Aufführung am 20. und 21. Juni ‘98 in Frankfurt und beinhaltete vor allem ... Zu heißen Themen in’s Spiel kommen Den Körper und seinen Ausdruck in Übungen präsent machen - Wanderung durch den ganzen Körper und seine Ausdrucksfähigkeit, Bilder aus der interkulturellen Arbeit und ihren Hintergründen, Migration und Flucht Statuen- und Bildertheater für die genauere Verständigung „unter Druck“ Stimmen hören und Gedanken lesen: Intra- Projektion als typische Methode für die soziale und gesellschaftliche Arbeitsrichtung des Theater der Unterdrückten; - der Blick für den Dramatischen Punkt: Wo wird Veränderung möglich, Rollenwechsel, - Ängste; Nachbesprechungen und gemeinsame Reflexion der Arbeitsweisen Vom Statuen- zum Forum-Theater: Joker-Rolle & Veränderung Die pädagogische Grundlinie und der Dialog mit dem Publikum in der S...

zur Kritischen Theorie und Befreienden Pädagogik im Theater der Unterdrückten

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Die Älteren in unserem Land können sich noch an die Aufregungen um die "Frankfurter Schule" erinnern, wie die Kritische Theorie in der Auseinandersetzung des Kalten Krieges als Marxismus und Ost-Feind abgetan wurde, statt sich mit den Gedanken, Ideen und Konsequenzen zu beschäftigen. Die Namen Adorno, Marcuse und Horkheimer waren so emotionsgeladen wie Rudi Dutschke, Benno Ohnesorg und später die RAF, und alle Staatsmedien verteidigten das Schweigen zu #Postfaschismus und der Fortsetzung des "3. Reiches" in Justiz, Parteien, Polizei und Geheimdiensten. Die Aufklärung der Nazi-Verbrechen wie durch Fritz Bauer wurde behindert, die Erträge der Zwangsarbeit bilden bis heute die Vermögen der Reichsten im Lande. Auf diesem Hintergrund kamen wir in den 1980er Jahren mit Augusto Boal und dem Theater der Unterdrückten aus Brasilien, und nur die kirchlichen Akademien und Jugendverbände öffneten bereitwillig ihre Programmplanung, weil sie die Grundlagen der Befreienden Pä...

Fritz Letsch: Auf dem Weg zu einem Theater der Veränderung 1996 zeitschrift für befreiende pädagogik nr. 10: es braucht mut, glücklich zu sein

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  Auf dem Weg zu einem Theater der Veränderung Auszug aus dem Leitartikel der zeitschrift für befreiende pädagogik nr. 10:  es braucht mut, glücklich zu sein Aus Erfahrungen von 15 Jahren ... müsste heute, 2020, fast 40 Jahre heißen: Kommt noch extra! Mein Beginn Im Herbst 1981 gab es in der Alabamahalle in München einen Abend zum Theater der Unterdrückten, zu dem ein Projekt von arbeitslosen SchauspielerInnen mit Augusto Boal eingeladen hatte.  Augusto leitete den Abend mit Aufwärm-Übungen für das Publikum ein, dann stellte er als Spielleiter oder Joker drei Forum-Szenen vor, die professionell vorbereitet waren. Wir, das Publikum, stiegen ein, veränderten und diskutierten, waren begeistert und rissen den SchauspielerInnen die paar Kärtchen beinah aus den Händen, auf denen eine Telefonnummer zur Anmeldung zu einem folgenden Workshop stand. Dieser war dann nur der erste einer größeren Reihe: Ich hatte gerade meine Schauspielschule abgeschlossen, etliche Grotowski-, Cl...

Lernen zurückerobern: Theater-Werkstatt-Arbeit als kooperative Arbeitsform 2003

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©Fritz Letsch Vorabdruck aus unserem Buch: Kulturen des Lernens, Bildung im Wertewandel Hg. von Hannelore Zimmermann in der sammlung kritisches wissen Band 14 Verband unabhängiger Bildungsinitiativen und Tagungshäuser Baden-Württemberg Mit Beiträgen von Ossip K Flechtheim, Wolfgang Pauls, Ekkehard Nuissl, Günther Dohmen, Rita Süßmuth, Rolf Schwendter, Fritz Vilmar, Brigitte Runge, u.v.a. 1995 Lernen zurückerobern Theater-Werkstatt-Arbeit als kooperative Arbeitsform Fast alle unsere herkömmlichen Lernstrukturen sind autoritär organisiert. Vor allem das Lernen und Lehren, aber auch die verschiedenen Formen von Arbeit und Zusammenarbeit sind von der Situation eines ,vorne und hinten', eines ,unten und oben' geprägt, auch wenn in vielen Situationen die Einwegkommunikation aufgelockert wurde.  Obwohl einzelne Lehrende bemüht sind, demokrati-sche Formen einzuführen, das Prinzip ist geblieben: Die Lehrperson gibt Wissen ab, die Lernenden dürfen Fragen stellen, jemand gibt ...